Die Gute » Aktuell, gute! Welt, Salzburg, TOP »

The Makemakes und WWF Austria machen sich für Berggorillas stark

SALZBURG / WIEN.  Nicht auf die Palme, aber auf einen heimischen Laubbaum brachte das Schicksal der Berggorillas heute The Makemakes nach einer Pressekonferenz in Salzburg. Die drei Musiker machen sich gemeinsam mit dem WWF für den Schutz der bedrohten Menschenaffen stark.

Zusammen mit Franko Petri und Karim Ben Romdhane machen The Makemakes auf die prikäre Situation der leltzten Berggorillas aufmerksam und bitten ihre Fans um Unterstützung. (Foto: Molih)

Zusammen mit Franko Petri und Karim Ben Romdhane machen The Makemakes auf die prikäre Situation der leltzten Berggorillas aufmerksam und bitten ihre Fans um Unterstützung. (Foto: Molih)

Denn es sind nur noch 880 Berggorillas, die in den Verunga-Bergen im Grenzgebiet von Ruanda, Uganda und der der Demokratischen Republik Kongo leben. Eine höchst bedenkliche Anzahl. “Die Berggorillas dürfen nicht die letzten ihrer Art werden. Wir müssen sie schützen, damit auch nachfolgende Generationen diese wunderbaren Tiere noch erleben dürfen”, erklärt WWF-Experte Karim Ben Romdhane. “Deshalb freuen wir uns, dass uns The Makemakes unterstützen.”

Aufruf an die Fans
Die Salzburger Band, die mit ihrem Null-Punkte Rekord und dem  Video “The Zeroes Of Our Time” Songcontest Geschichte schrieb, will ihren Bekanntheit nutzen und ruft alle Fans zur Unterstützung des Gorillaschutzprogramms auf. Immerhin begeisterten die sympathischen Jungs allein beim vergangenen Donauinselfest rund 70.000 Musikfans. Erst kürzlich tourten sie mit OneRepublic durch Osteuropa und ihr Debutalbum stürmt die Ö3 Albumcharts.

Sieben Euro im Monat
“Nur noch wenige hundert Berggorillas gibt es auf der Welt. Wir finden das sehr traurig, wenn Arten so dezimiert werden. Es braucht Menschen, die sich um die Artenvielfalt kümmern. Die Ranger, die im Nationalpark für den Erhalt der Tiere kämpfen, haben unsere volle Hochachtung. Sie riskieren Kopf und Kragen”, so die Mitglieder Band, Dominic Muhrer, Markus Christ und Florian Meindl. Die Band hofft, dass möglichst viele ihrer Fans auf www.rette-den-gorilla.at Wildlife-Paten werden. Schon mit ab sieben Euro pro Monat kann man den Gorillas, die mit uns Menschen gentechnisch gesehen übrigens zu 98 % identisch sind, helfen.

Berggorilla in Virunga / @Martin Harvey / WWF

Berggorilla in Virunga / @Martin Harvey / WWF

Der WWF arbeitet gemeinsam mit dem Internationalen Gorillaschutzprogramm. Über das Projekt “ECO Makala” werden Plantagen angelegt, die Feuerholz für die lokalen Dörfer bereitstellen, damit die Menschen dort nicht die Wälder roden und so den Lebensraum der Gorillas zerstören. Spezielle Energiesparkocher wurden angeschafft und sorgen dafür, den Holzverbrauch zu halbieren. Ranger kämpfen gegen Wilderei, Pufferzonen zu den Nationalparks werden errichtet und Gorilla-Tourismus, bei dem der Mensch oft Krankheiten auf die Menschenaffen übertragen kann, überwacht. Gleichzeitig werden Projekte geschaffen, die ein nachhaltiges Einkommen für die regionale Bevölkerung ermöglichen. “Naturschutz kann nur mit den Menschen vor Ort wirklich erfolgreich sein”, weiß Ben Romdhane.

Jetzt gute Nachrichten teilen!