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Pandas lieben jetzt Bananen

HAMBURG. Edeka und WWF wollen den konventionellen Bananenanbau umwelt- und sozialverträglicher machen und starten ein Modellprojekt.

Bananen-Liebhaber können jetzt lächeln. (Foto: jonibe.de / photocase.com)

Bananen-Liebhaber können jetzt lächeln. (Foto: jonibe.de / photocase.com)

Mit einen Pro-Kopf-Verbrauch von zehn Kilogramm, so die Zahlen des statistischen Bundesamtes für 2012. ist die Banane der Deutschen zweitliebste Frucht. Angesichts des noch immer hohen Marktanteils konventioneller Bananen müssten die ökologischen und sozialen Probleme im Bananenanbau dringend angegangen werden erklärt Eberhard Brandes, Vorstand des WWF Deutschland. “Bio ist zwar noch immer ökologisch die erste Wahl im Einkaufskorb, aber auch hier gibt es Verbesserungspotenzial, beispielsweise wenn es um konkrete Kriterien zum Erhalt und zur Förderung der biologischen Vielfalt geht.

Seit 2009 steht der WWF dem Edeka Konzern beratend zur Seite, wenn es um die Schonung der natürlichen Ressourcen und den ökologischen Fußabdruck des Lebensmittelkonzerns geht.

Durch Panda-Logo leicht erkennbar
Nach dem dem Projekt für nachhaltige Fischerei startet nun ein Modellprojekt für nachhaltigeren Bananenanbau. Ab sofort gibt es in vielen Edeka-Märkten nun Bananen der Eigenmarke, die umelt- und sozialverträglicher produziert werden und nur von speziell ausgewählten Vertragsfarmen in Kolumbien und Ecuador geliefert werden. Der Kunde erkennt die Edeka-Bananen am Panda-Logo des WWF und kann über einen Produkt-Code die genaue Herkunft der Frucht abrufen.

Mit Panda-Logo und Produkt Code ist die Edeka-Banane aus dem Modellprojekt leicht zu erkennen. (Foto: Edeka)

Mit Panda-Logo und Produkt Code ist die Edeka-Banane aus dem Modellprojekt leicht zu erkennen. (Foto: Edeka)

Mit gutem Beispiel vorangehen
“Unser erklärtes Ziel ist es, immer mehr verantwortungsvoller hregestellte Eigenmarken-Produkte ind die Regale zu bringen”, bekräftigt Edeka-Vorstandsvorsitzender Markus Mosa. “Dazu gehört unter anderem, zusammen mit dem WWF Projekte zu entwickeln, die auch über Edeka hinaus zu einem guten Beispiel werden können.”

120 Kriterien für nachhaltigen Anbau
Rund ein Jahr Vorbereitungszeit haben die Verantwortlichen in die Erarbeitung eines rund 120 Kriterien schweren Maßnahmenkatalog für die Verbesserung von Umwelt- und Sozialstandards investiert, Der Schutz gefährderter Tiere und Pflanzen und das Ökosystem stehen ganz ober auf der Prioritätenliste. Ebenso wichtig sind der schonende Umgang mit der Ressource Wasser sowie ein optimiertes Bodenmanagement. Statt Abfall produziert soll organisches Material als Dünger eingesetzt werden. Klimaschonung, bessere Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit sind weitere Themen des Katalogs. Eine intensive Beratung und Betreuung der Farmen ist ebenso geplant wie regelmäßige Prüfung durch unabhängige Auditoren.

Auch weniger bedenkliche Pflanzenschutzmittel reduzieren
Umsetzten will die Supermarktkette diese Anforderungen bis 2016. Doch auch die ersten Edeka-Bananen kommen schon jetzt ausschließlich von Farmen, die Rainforest Alliance zertifiziert sind und bei Projektstart den besonderen Auflagen in Sachen Pflanzenschutzmitteln entsprechen. Es dürfen ausschließlich Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, die von der Weltgesundheitsorganistion (WHO) als mindergefährlich eingestuft werden. Außerdem haben sich die Lieferanten innerhalb bestimmter Fristen dazu verpflichtet, auch diesen Einsatz zu reduzieren.

 

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