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Lernen für die Natur

Das neue Kursprogramm des Ländlichen Fortbildungsinstituts (LFI) spricht nicht nur Bauern an.

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Auch Hühner eignen sich für die tiergestützte Pädagogik. (Foto: Molih)

Wals-Siezenheim/ Austria. Die Bäuerin Regina Eisl ist gelernte Volksschullehrerin und Bäuerin aus Leidenschaft. Mit Hilfe des LFI konnte sie sich durch Zusatzzertifizierungen mit tiergestützter Pädagogik ein zweites Standbein schaffen und so Ausbildung undLeidenschaft für die Landwirtschaft erfolgreich kombinieren.

Das ihr Angebot gut ankommt, beweisen die ausgebuchten Kurse, die sie für Kinder mit sprachlichen oder motorischen Entwicklungsstörungen gemeinsam mit deren Therapeuten durchführt. “Mit Hilfe von Tieren lassen sich gerade bei Kindern Blockaden oft sehr einfach lösen”, berichtet die Walserin. Bei ihrer Arbeit helfen ihr nicht nur Pferde, sondern auch die anderen Tiere auf dem Bauernhof. “Für jedes Kind gibt es das passende Tier.” Auch Kinder ohne therapeutischen Hintergrund können bei Regina Eisl das Leben auf dem Bauernhof und einen natürlichen Umgang mit Tieren kennenlernen. Miniponies, Hasen und Hühner warten auf die kleinen Gäste und spazieren mit ihrer Chefin auch schon mal direkt in den Kindergarten oder die Schule.

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Minipony Bounty eroberte das Herz der LFI Vorsitzenden Elisabeth Hölzl im Sturm (Foto: Molih)

Wissen um die Natur liegt im Trend
“Die Ausbildung hat mich in meiner Persönlichkeit sehr bereichert”, versichert die Bäuerin des Frießeneggerguts und ist überzeugt, dass auch Menschen die nicht aus der Landwirtschaft kommen, das Angebot des LFI nutzen sollten.

“Es ist sehr erfreulich, dass das Interesse an naturbezogenen Themen bei der Bevölkerung steigt, ” freut sich Elisabeth Hölzl, LFI Vorsitzende und Salzburger Landesbäuerin. “Unser Weiterbildungsprogramm bietet Kurse und Seminare in landwirtschaftlichen Bereichen wie Pflanzen- und Tierproduktion, Technik und Unternehmensführung. Themen wie Kräuter-, Wald- und Tierpädagogig sprechen aber auch Nicht-Landwirte.”

Erwachsenenbildung für Jedermann
16.000 Teilnehmer konnte das LFI bei 614 Veranstaltungen im vergangenen Jahr begrüßen. “Das ist ein erfreulicher Zuwachs,” berichtet Geschäftsführer Wolfgang Paretta. Deshalb gibt es im neuen Bildungsprogramm auch 58 neue Veranstaltungen sowie etliche sogenannte Rufseminare. Diese werden dort wo die Nachfrage entsteht, individuell organisiert.

 

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