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Im Tomatenparadies

Wer sich schon immer gefragt hat, wieso die Tomate auch Paradeiser heißt, sollte sich mit Hans Renner einen Termin in seinem Versuchs-Glashaus ausmachen. Die Gute durfte kürzlich dort sein und weiß seither, dass die Tomate neben einem der beliebtesten Begleiter der europäischen Küche vor allen Dingen eines ist – nämlich ein himmlischer Genuss.

Gut gereifte Tomaten schmecken nach Sonne, Sommer und einfach paradisisch gut

Gut gereifte Tomaten schmecken nach Sonne, Sommer und einfach paradisisch gut

 

Die Gartenbau Agentur Renner hatte vergangene Woche zur Grand Paradeis Show nach Neumarkt eingeladen. Die zartbesaitete Pepe, Cookie, die würzige Exotin, Star Gold, die Solistin, die ausgewogene Dolly, Trilly, die Üppige, die klassische Previa und Fleurette, die Großherzige waren auch dort. Das sind keine Stars der Salzburger Festspiele, sondern besondere Tomatensorten, die Hans Renner und sein Team an diesem Abend ganz besondern in Szene gesetzt haben.

Mit meisterlicher Unterstützung zweier Haubenköche, nämlich Andreas Kaiblinger vom Restaurant Esszimmer in Salzburg und Emanuel Weyringer vom Restaurant Weyringer am Wallersee durfte das größtenteils rote Nachtschattengewächs der geladenen Blogger- und Journalistenszene zeigen, was in ihm steckt. Perfekt weinbegleitet vom Straßwalchner Kirchenwirt Chef Norbert Ottinger. Ein rundum genussreicher Abend für Augen und Gaumen.

ORF Gartenexperte Karl Ploberger und Paradeiser König Hans Renner sind Tomatenfans

ORF Gartenexperte Karl Ploberger und Paradeiser König Hans Renner sind Tomatenfans

Die gute Nachricht: Das kann quasi jeder haben. Denn so interessant, wie die Tomate in der Küche ist, so geeignet ist sie auch für den Hobbygärtner. Sei es im urbanen Stadtgarten oder auf Balkonien. Bei der richtigen Hege und Pflege gedeihen die roten, gelben, großen und kleinen Sommerfrüchte überall. Wie diese Pflege aussieht und worauf man besonders achten sollte, verrät Paradeiser König Hans Renner gerne.

“Seit 25 Jahren handeln wir mit Jungpflanzen und Stecklingen. Mein Anspruch ist es, über jede Sorte, die wir an die Gärtnereien verkaufen, Bescheid zu wissen,” erklärt Renner seine Fachkompetenz. “Als begeisterter Hobbykoch haben es mir Tomaten ganz besondern angetan”, verrät er. 60 Sorten stehen in diesem Jahr bei der Agentur auf dem Prüfstand. Die Lieblingssorten, Pepe, Cookie, Star Gold, Dolly, Trilly, Previa und Fleurette haben das Herz des Unternehmers ganz besonders gewonnen, weil sie sehr ertragreich, robust und geschmacklich einfach herausragend sind.

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Alle Sorten sind sogenannte F1-Züchtungen.. Das hat nichts mit Gentechnik zu tun sondern basiert auf den Entdeckungen des Naturforschers Gregor Mendel (1822-1884). Gemeint ist damit die Tochterpflanze (F = filia) zweier verschiedener reinrassiger Pflanzen. Diese Pflanze vereint nicht nur die besten Merkmale beider Eltern, sondern zeichnet sich auch durch ihre besondere Robustheit aus. Somit sind die Jungpflanzen widerstandsfähig gegen viele Schädlinge und Krankheiten. Erhältlich sind die Top-Gourmet-Sorten in der kommenden Saison in den österreichischen Gärtnereien.

Tipps für eine reiche Ernte vom Paradeiser König Hans Renner

  • SONNE, JA GERNE – REGEN, NEIN DANKE
    Paradeiser lieben gute Erde und viel Sonne – aber sie hassen Regen. Deshalb sollte der Standort regengeschützt sein.
  • PLATZ DA!
    Tomaten brauchen einen Platzabstand von 50 bis 80 cm, sonst wird es ihnen schnell mal zu eng.
  • AB NACH DRAUSSEN
    Die Eismänner sollten abgewartet werden – also raus geht es erst Mitte Mai.
  • LEAN ON ME
    Am besten stehen die Tomatenstöcke an einer südöstlich ausgerichteten Hauswand. Dort können sie perfekt aufgebunden werden und erwischen stets genügend Sonne.
  • SCHNURSTRACKS NACH OBEN
    Damit sie nicht über den Boden kriechen müssen, sollte der Haupttrieb unterhalb des ersten Blattpaares mit einer Schnur nach oben gebunden werden. Daran kann die Pflanze aufwärts wachsen.
  • GUT GESTYLT
    Um buschiges Wachsen zu vermeiden, Seitentriebe entfernen. Durch dieses “Ausgeizen” legt die Pflanze ihre volle Kraft in den Haupttrieb und die Früchte und verzettelt sich nicht in zu viel Grünzeug.
  • HUNGRIG UND DURSTIG
    Tomaten brauchen viel Wasser, dürfen aber keine nassen Füße bekommen. Deshalb bei Kübelpflanzen auf Ablauflöcher im Pflanzgefäß achten. Und für den Hunger alle 14 Tage Horndünger füttern.

Und dann heißt es, Geduld haben,  zuschauen und sich auf den süßsauer-fruchtigen Genuss freuen. Denn eines ist ganz klar. Darf eine Tomate mit Liebe und der notwendigen Zeit und Sonne aufwachsen, um ihr volles Aroma zu entfalten, hat sie mit meist unreif geernteten Supermarkttomaten außer der Bezeichnung nichts mehr gemein. Dann wird sie zum Paradeiser.

 

 

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