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KOLUMNE KINDERMUND

Wenn man Nachwuchs in die Welt setzt, hört man meist im ersten Lebensjahr nur da-da, bu-bu oder überhaupt nur ein geringschätziges Grunzen vom angehimmelten Sprössling. Das weiß Mama und Kolumnistin Daniela Reitshammer aus eigener Erfahrung und lässt uns mit ihren Kindermund-Geschichten daran teilhaben.

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Beim ersten “Mama” oder “Papa” geraten die Erzeuger gern in ekstatische Entzückung, um wenig später festzustellen, das damit auch der nette Verkäufer an der Tankstelle oder die Nachbarskatze gemeint sind.

Doch irgendwann, wenn man die meist kargen Sprachkenntnisse akzeptiert hat, passiert es. Es kommen die ersten längeren, ein bis zwei Wörter langen Sätze und mit großem Stolz klärt man das Umfeld darüber auf, dass “Dag-Dag” der Traktor ist und “Doooose Dag-Dag” klarerweise der große Traktor.

Und endlich kann man fast grammatikalisch perfekten Kinderreferaten lauschen. Aber eben nur fast. Denn was der Kindermund da manchmal von sich gibt, lässt bei Erwachsenen Lachtränen kullern und Kinderaugen verständnislos blicken.

Oft gelingt es mir nicht immer ernst zu bleiben, wenn meine Töchter ihre Weisheiten von sich geben oder mein Lebensgefährte verbale Hoppalas seiner Nichte erzählt.

So wie die Geschichte vom ersten Jahrmarktbesuch. Mein Lebensgefährte wollte seiner damals 3-jährigen Nichte einen schönen Tag bereiten und ging mit ihr zur Salzburger Dult. Dem alljährlich auf dem Messegelände stattfindenden Volksfest mit Fahrgeschäften, Karussells und sonstigen Attraktionen.  Sie flanierten durch die ganze Anlage und sie durfte mit einigen Karussells fahren. Nach einem ausgelassenen Tag brachte er ein glückliches Kind heim, dass gespannt gefragt wurde: “Na Leni, was hast du denn heute alles gesehen?“ Die prompte Antwort war so überraschend wie herzig: ” Da war eine Geisterbahn und oben stand ein Affe. Das war genau so ein großer Affe wie der Onki.“  Schallendes Gelächter bei den Erwachsenen, fragende Blicke beim Kind und ein stolzes Schmunzeln bei meinem Partner, der das Kompliment gleich richtig zu deuten wusste. Denn nicht umsonst ist das gestandene Mannsbild heute Begründer und Clan Chief des ersten Royal Highland Clubs im Flachgau.

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Daniela mit ihren beiden Töchtern und Lebensgefährte Mike. Foto: (c) Molih

 

 

 

 

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