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Ja – wir seh’n mitm Radl gut

Radfahren: Kann Hirn sehen helfen (Foto: Pedro Ribeiro Simões, flickr.com)

Radfahren kann dem Hirn sehen helfen (Foto: Pedro Ribeiro Simões, flickr.com)

Radfahrer stehen in den Startlöchern. Die Rad-Saison kann kommen. Wer sich auf den Drahtesel schwingt, tut nicht nur seiner Fitness, sondern auch seinen Augen was Gutes.

Radfahren ist gut für die Fitness – das weiß jeder. Neu ist allerdings, dass Radln auch gut für die Augen ist. Herausgefunden haben das jetzt Wissenschaftler des Instituto di Neuroscienze und der Universität in Pisa. Beim Radfahren wird nämlich die Plastizität der Hirnrinde gestärkt und das schützt vor funktionaler Sehschwäche.

Es geht um die Plastizität der Hirnrinde

“Unser Gehirn reagiert bei der Wahrnehmung zweier kontrastierender Bilder, indem es angesichts der entstehenden Verwirrung eines der optischen Signale privilegiert”, erklärte Projektleiter Giovanni Bortolan. Im Fall einer solchen dichoptischen Präsentation hängt die Zeitdauer der Wahrnehmung von der Sehkraft des stimulierten Auges ab. Diese wiederum liefert bei Erwachsenen einen Hinweis auf die Plastizität der Hirnrinde.

Stärkere Sehkraft auf dem Rad

Um diese Annahme zu bestätigen, wurden  20 Testpersonen zwei Stunden lang mit einem verbundenen Augen unregelmäßig wechselnden optischen Reizen ausgesetzt. Erst auf einem Stuhl sitzend, dann auf einem Heimtrainer radelnd. “Es hat sich eindeutig gezeigt, dass das bandagierte Auge bei dem auf dem Rad durchgeführten Testlauf in seiner Sehkraft weitaus stärker zunahm als bei dem Test in sitzender Ruhestellung”, so der italienische Wissenschaftler.

Radfahren statt Augen-OP

Dieses Testergebnis könnte bei bestimmten Augenkrankheiten zukünftig Radeln statt Operieren bedeuten.  Einzelheiten der Untersuchung sind in der Fachzeitschrift “Current Biology” http://www.cell.com veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com

 

 

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