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Die spinnen, die Schweden

STOCKHOLM / UPSALA (SE) – pte / Schwedische Forscher haben eine Methode zum Spinnen von Seidenfäden entwickelt von der zukünftig Medizin und Textilindustrie profitieren könnten.

Anna Rising and Jan Johansson. Photo: Kerstin Nordling

Anna Rising and Jan Johansson. Photo: Kerstin Nordling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hart wie Stahl und biologisch abbaubau

Spinnenseide ist leicht, härter als Stahl, biologisch abbaubau und gut verträglich für den Körper. Das machtsie interessant für viele Anwendungen in der Medizin und auch für Sicherheitsbekleidung. Sie künstlich herzustellen, ist aber bislang oft nur unter Einsatz problematischer Chemikalien möglich.

Der Spinne nachgemacht

Jetzt haben schwedische Forscher den Fertigungsprozess in der Spinnendrüse nachgebaut und ein künstliches Spinnenseide-Protein entwickelt. Mithilfe von Bakterien können nun kilometerlange Fäden gefertigt werdem. “Das ist das erste erfolgreiche Beispiel für biomimetisches Spinnen”, sagt Anna Rising, Forscherin am Karolinska-Institut und der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften.

Nerven aus Seide und stahlharte Shirts

Sollte das Verfahren tatsächlich zur kostengünstigen Massenfertigung künstlicher Spinnenseide führen, könnte das weitreichende Bedeutung haben. Im Textilbereich zum Beispiel für äußerst robuste Sportbekleidung. Vor allen Dingen aber auch in der Medizin. Rising und ihr Kollege Jan Johansson arbeiten derzeit daran, Spinnenseide für die Regeneration von Nerven bei Rückenmarksverletzungen zu nutzen.

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