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SOS-Kinderdorf gibt Kindern auf der Flucht Hoffnung – und ein Zuhause

Salzburg / Österreich. SOS-Kinderdorf setzt mit dem Projekt SOS Boat of Hope ein sichtbares Zeichen für Kinder auf der Flucht – und schafft neue Plätze für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in ganz Österreich.

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W.A. Mozart macht sich als Gallionsfigur für das Boat of Hope ziemlich gut. Noch ist es ruhig am Mozartplatz. Am 8. Oktober startet ein vielfältiges Rahmenprogramm.  (Foto: Molih)

Das SOS Boat of Hope ist ein fünf Meter langes Holzboot, das von jungen Flüchtlingen gebaut und von Kindern bemalt wurde. Im Frühsommer hat es in der Innsbrucker Innenstadt seine Reise durch Österreich gestartet. Es tourt durch alle österreichischen Bundesländer und setzt ein Zeichen für Kinder auf der Flucht, also jene, die allein und ohne Eltern in Österreich gestrandet sind.  Damit diese Kinder und Jugendliche ein liebevolles und kindgerechtes Zuhause finden und somit wieder Hoffnung auf eine friedliche Zukunft schöpfen können, will das Boat of Hope Spendengelder sammeln, mit denen neue Betreuungsplätze mitfinanziert werden.

Nach seinem Stopp in Dornbin hat es nun am Salzburger Mozartplatz seinen Anker ausgeworfen.  Vom 8. bis 10. Oktober gestalten Schüler, Künstler und engagierten Bürger ein umfangreiches Kulturprogramm: http://www.sos-kinderdorf.at/boatofhope.

Musikalischer Donnerstag

Makemakes

Auch The Makemakes unterstützen die SOS-Kinderdorf Kampagne und rocken am Donnerstag um 12.30 Uhr das Boat of Hope

 

Am Donnerstag startet das Rahmenprogramm gleich mit musikalischen Highlights.

Nach dem Auftakt Act von Jeronimo Jones um 12.00 Uhr wird das Boat of Hope mit einem Akustik Set von The Makemakes gerockt.

Auch der Nachmittag steht ganz im Zeichen der Musik. Ab 17.00 Uhr dürfen sich die Besucher auf ein musikalisches Klangerlebnis des Salzburger Orchesterprojektes freuen. Mit einem eigens für die Kampagne zusammengestellten Programm “I want to hold your hand”  lassen 30 Musikerinnen und Musiker unter Leitung von Wolfgang Danzmayr Stücke von den Beatles bis Beethoven  rund um die Mozartstatue erklingen. http://www.orchesterprojekt.at/.

Anschließend wird das von Iris Krall-Radulian geleitete Iris-Ensemble aus Wien einen weiteren musikalischen Beitrag beisteuern.

Freitag  – Wir sitzen alle in einem Boot
Als Zeit der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens ist der Freitag geplant. Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf Clearinghouse und Schülerinnen und Schüler des SOS Bildungsprogramms Minerva besuchen das Boot.

Samstag – Poetischer Ausklang
Die Slam-Poeten der Salzburger ARGEkultur sorgen für einen poetischen Ausklang. Wer schon einmal einen Arge Poetry Slam besucht hat, der weiß, dass man diese Auftritte nicht verpassen sollte. Für diejenigen, die beim Boat of Hope vielleicht erstmalig einen Vorgeschmack auf einen Poetry Slam bekommen, könnte der monatlich in der Salzburger Arge stattfindende Poeten-Wettstreit schon bald zum Fixpunkt im Kulturkalender werden.

Kinder sind Kinder
Rund 2500 Kinder und Jugendliche, die vor Krieg und Terror geflüchtet und ohne Eltern in Österreich gestrandet sind, müssen derzeit in Großquartieren ausharren. Oft schwer traumatisiert, ohne altersgerechte Betreuung, ohne Therapie. Auf der Pressekonferenz zum Salzburg-Start der Kampagne erklärte Wolfgang Katsch, SOS-Kinderdorf Geschäftsleiter Westösterreich. “Jedes Kind hat das gleiche Recht auf ein liebevolles Zuhause. Egal ob es aus Salzburg oder Syrien kommt.  Und somit auch auf Gesundheit, Bildung und Stabilität. Kinderrechte sind nicht teilbar, es gibt keine halben Kinder.” SOS-Kinderdorf betreut seit 15 Jahren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich. In speziellen Angeboten wie dem Clearinghouse in Salzburg und dem Biwak in Hall in Tirol aber auch in SOS-Kinderdörfern.

Angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation schafft SOS-Kinderdorf in ganz Österreich laufend neue Plätze für junge Flüchtlinge: Im SOS-Kinderdorf Wien, Hinterbrühl (NÖ), in Altmünster (OÖ), in Imst (T), in Stübing (ST) , Pinkafeld (B) und Salzburg wurden bereits geflüchtete Kinder in bestehende Wohngruppen und Kinderdorffamilien aufgenommen.

Krieg tobt in den Köpfen der Kinder weiter
„Uns ist es wichtig, diesen Kindern von Anfang an das Richtige zu geben“, sagt Wolfgang Arming, SOS-Kinderdorfleiter Salzburg. Und dies beinhalte mehr als ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch: „Es geht um individuelle Betreuung, um Bildung und um Integration.“ Wesentlich sei auch die Aufarbeitung des Erlebten. „Denn der Krieg tobt in den Köpfen dieser Kinder weiter“, sagt Arming.

Aktuell gründet SOS-Kinderdorf neue Betreuungsangebote. So entstehen etwa in Salzburg, in Eisenstadt, in Pinkafeld, in Villach und in Ebreichsdorf in den nächsten Wochen neue Wohngemeinschaften. In Vorarlberg betreut SOS-Kinderdorf ab Oktober junge Flüchtlinge mobil. Bis Jahresende gibt SOS-Kinderdorf zumindest 180 geflüchteten Kindern und Jugendlichen ein Zuhause. In Salzburg läuft das Projekt „open heart“. Dabei nehmen geeignete Pflegefamilien in Kooperation mit der Kinder- und Jugendanwaltschaft und dem Land Salzburg junge Flüchtlingskinder auf. Außerdem werden geeignete Immobilien zur Schaffung von Wohngruppen für Jugendliche mit Asylstatus gesucht.

Die nächsten Häfen, die das Boat of Hope ansteuert, sind Linz, Klagenfurt, Graz, Eisenstadt, Niederösterreich und Wien.

 

noch mehr Infos:
http://www.sos-kinderdorf.at/sos-infos/veranstaltungen/sos-boat-of-hope-in-salzburg

https://www.facebook.com/events/1661271890753377/

 

Wer Spenden möchte, kann das auf folgendes Konto tun: AT461644000144774477, BTVAAT22, Kennwort: Kinder auf der Flucht

 

 

 

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